Minderwertige Eiweisse in Hundefuttern

- minderwertige Komponenten, die zu wenig essentielle Nährstoffe enthalten

Die Grundvoraussetzung für eine optimale Nährstoffversorgung, hohe Fruchtbarkeitsraten sowie eine gesunde Entwicklung von Föten und Welpen ist die Bereitstellung von ausreichend essentiellen (lebensnotwendigen) Nährstoffen, insbesondere essentiellen Eiweissbau-steinen (Aminosäuren) und essentiellen Fettsäuren über die Nahrung.

Werden in einem Hundefutter ausschliesslich oder zum grossen Teil minderwertige Eiweissgrundlagen wie z.B. Tiermehl, Federmehl, Borsten, pflanzliche Eiweissextrakte verwendet, so kann es, trotz angemessenem Gesamtrohproteingehalt des Futters, zu einem Mangel an essentiellen Aminosäuren kommen, die sich negativ auf Fruchtbarkeit und Gesundheit auswirken können.
Um eine optimale Versorgung der Zucht- und Aufzuchthunde zu gewährleisten ist dementsprechend nicht die Quantität sondern die Qualität bei angemessenem Gesamtrohproteingehalt des Futters entscheidend.

Darüber hinaus bleibt zu erwähnen, dass minderwertige Eiweisse durch das erhöhte Anfallen von Stoffwechselabbauprodukten, eine zusätzliche Belastung für Leber und Nieren darstellen.
Dies gilt übrigens auch für pflanzliche Eiweisse wie Sojaprodukte, Kleber bzw. sogenannte Glutene, die gerne als kostengünstiger Ersatz für Fleisch verwendet werden.
Grundsätzlich fällt dem Organismus des Hundes die Verstoffwechselung von tierischen Eiweissen erheblich leichter als die von pflanz-lichen Proteinen. Aus diesem Grund sollte ein gut zusammengesetztes Futter den Eiweissanteil primär in Form von hochwertigen tier-ischen Komponenten bereitstellen.

   
 
- Stoffwechselüberlastung durch Toxine

Minderwertige Futterkomponenten wie z.B. Federn, Klauen, Borsten, ranzige Fette, Abfallprodukte, Tiermehl, pflanzliche Nebenprodukte etc. haben einerseits den Nachteil, dass sie für den Körper schwer zu verdauen sind und aus diesem Grund für den gesamten Stoffwechsel eine Belastung darstellen.

Die Menge der bei der Verdauung anfallenden überflüssigen und schädigenden Substanzen müssen vom Körper häufig über den Stoff-wechselweg (Leber, Nieren etc.) mühevoll entsorgt werden. Nicht selten sind die Stoffwechselorgane letztendlich überlastet und der Organismus beginnt, diese Toxine an nicht dafür vorgesehenen Stellen im Körper anzureichern, wodurch es nach einer gewissen Zeit zu leichten bis schweren Krankheitssymptomen kommen kann.

- Überlastung durch Überflutung mit Antigenen

Andererseits enthalten minderwertige Futterkomponenten naturgemäss eine Unmenge an Antigenen in Form von Milben, Mykosen oder Toxinen (Giften), die wiederum entweder das Immunssystem überlasten bzw. schwächen oder aber zu einer direkten Schädigung der Schleimhaut und der Mikroflora im Darm führen.
Nicht zu vergessen, dass gerade die enthaltenen Toxine reine Stoffwechselgifte darstellen, die die Funktion der Stoffwechselorgane erheb-lich beeinträchtigen können.

- Krankhafte Veränderung der Darmflora

Verbunden mit der Schädigung der Darmflora ist das Einnisten nicht erwünschter Mikroorganismen in der Mikroflora des Darms und häufig auch das Vorwandern von Bakterien in normalerweise relativ sterile Bereiche des Dünndarms.

Dadurch bedingt kommt es nicht selten zu Fehlgärungen und anderen Verdauungsstörungen, die sich z.B. als chronischer Durchfall oder chronische Blähungsneigung kenntlich machen können.

- Spätfolgen

In den meisten dieser Fälle aber sind äusserlich keine auffälligen Verdauungsstörungen vorhanden. Tückisch daran ist vielmehr die anfangs unbemerkt fortschreitende Schwächung des Immunsystems sowie die Beeinträchtigung der Stoffwechselorgane, die erst zu einem relativ späten Zeitpunkt zu Gesundheitsproblemen aller Art wie z.B. Hautaffektionen, Allergien oder Stoffwechselproblemen führen können.S

       
      Quelle: EnRa GmbH &  Co. KG